Wildromantischer Simmerbach, April 2017

Sonntagsausflug zum Simmerbach

Mein zweiter Ausflug dieses Jahr führte zum Simmerbach, ein kleines Gewässer, nicht weit von Bad Kreuznach entfernt und damit für mich recht fix zu erreichen. Ich wollte die Strecke rund um den Campingplatz Haumühle befischen, kurz vor der Mündung des Simmerbachs in die Nahe.

Ehrlich gesagt mag ich das Flüsschen in dieser Lage sehr, hat fast was von einem echten Mittelgebirgsgewässer. Meist recht flach und mit steinigem Untergrund, fliesst der Simmerbach durchaus mit gutem Druck in einigen Passagen durchs grüne Tal. Die Strecke ist recht abwechslungsreich, es gibt Wehre, lange flachere Pools, tiefe Rinnen und hier und da ein bisschen Pocketwater. Ich war vor ca zwei Jahren das erste Mal hier und erlebte damals eher eine mühselige Fischerei – kaum Bisse, hab eine winzige Forelle als Fang in Erinnerung, viel Materialverlust.

201704-simmerbach-collage

Dieses Mal gestaltete sich mein Fliegenfischen-Tag am Simmerbach aber ganz anders. Bei herrlichem T-Shirt-Wetter startete ich recht spät gegen 13 Uhr und fischte flussaufwärts, vor mir lagen ca 2km Strecke und schon nach wenigen Minuten hatte ich eine kleine Babyforelle an der Leine. Zack zack, zurück ins Wasser und schon wenige Minuten später zappelte ihr großer aber immer noch kleiner Bruder in meinem Kescher. Auch dieser noch sehr zu klein, aber für den Anfang nicht schlecht, zeigte es doch dass die Forellen guter Laune waren.

Mein erster schöner Fisch stand schließlich direkt an einem massiven Stein, der mitten in der Hauptströmung in einer Kurve gelegen, sich schon von Weitem als gute Stelle zu erkennen gab. Mit der Zeit bekommt man hierfür durchaus ein Auge wo sich ein guter Fisch aufhalten könnte, und schon mein zweiter Wurf mit der Nymphe, mitten in den schmalen Strömungsverlauf der sich am massiv hochragendem Stein brach, wurde mit einer heftigen Attacke quittiert. Leider verlor ich die Forelle, aber schon der nächste Wurf lieferte das gleiche Spiel. Seltsamerweise erlebte ich dieses, ich nenns mal Lost&Catch, an diesem Tag ganze dreimal: Immer nachdem ich einen Fisch im Drill verloren hatte, konnte ich an exakt der gleichen Stelle wieder eine Forelle fangen. Der gleiche Fisch? Da die besagten drei Fische allesamt eine gute Größe hatten, konnte es durchaus sein.

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Obwohl ich in Altenahr eine Woche zuvor sicherlich mehr gefangen habe, die Ahr auch das größere Flüsschen ist und sich die Fischerei dort wesentlich kompfortabler ausüben lässt, so gestaltete sich am Ende meinen Tripp an den Simmerbach als relaxter. Man hat dort einfach seine Ruhe, ist von Natur umgeben und hat einfach die größere Chance, eins mit der Natur zu werden. Für den Meditationsfreak unter den Fliegenfischern eine klare Empfehlung. ;-) Und die Fische konnten sich auch wirklich sehen lassen, im Vergleich zum Vorvorjahrestripp zeigte sich das Flüsschen als doch sehr lebendig.

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